Was ist ein Meteorit und woher stammt er?

Der Ursprungskörper eines Meteorit, welcher sich noch im interplanetaren Raum befindet, wird als Meteoroid bezeichnet. Er verglüht entweder als Sternschnuppe in der Erdatmosphäre oder die Restmasse des ursprünglichen Körpers erreicht als Meteorit den Erdboden. Jeden Tag dringen etwa 1000 Tonnen an außerirdischem Gestein in die Erdatmospäre ein, wovon jedoch nur weinge Prozent den Erdboden als Meteorit erreichen. Dabei besitzt der Meteoroid eine Geschwindigkeit von 11 und 72 km/s, was in etwa 40.000 bis 260.000 km/h entspricht. Durch das Abbremsen und Wechselwirken mit Luftmolekülen in der Erdatmosphäre schmilzt und verdampft die Oberfläche des Meteoroid teilweise. Hierzu muss der Meteoroid allerdings eine ausreichend große Masse besitzen um nach dem Durchqueren der Erdatmosphäre den Erdboden zu erreichen. Dieser Ursprungskörper wird erst dann als Meteorit bezeichnet, wenn der die Atmosphäre durchquert und den Erdboden erreicht hat. Damit die Meteoriten voneinander unterschieden werden können, werden sie nach ihrem Fundort benannt.

Die meisen Meteoriten besitzen ihren Ursprung aus dem Planetoidengürtel unseres Sonnensystems und haben eine 4,6 Milliarden Jahre lange Reise hinter sich. Fast alle Meteoriten stammen aus dem Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars. Die Entfernung zwischen Erde und Jupiter schwankt zwischen 588-967 Millionen km. Nur ca. 0,2 % der Meteoriten stammen dabei vom Planeten Mars oder Mond. Aufgrund Zusammensetzung, der langen Reise bis zur Erde und extraterrestrischen Einflüsse, werden Meteoriten auch als "Raumsonden des kleinen Mannes" bezeichnet. Alleine die Tatsache, dass es sich bei Meteoriten um Bruchstücke von Himmelsobjekten handelt, welche für den Menschen nicht ohne Weiteres erreichbar sind, macht sie so fazinierend und wertvoll für die Wissenschaft. Sie geben Aufschluss über die Entstehung unseres Sonnensystems sowie die Körper wie Planeten mit Monden, Asteroiden und Kometen. Bis Heute konnten ca. 3000 Meteoriten in bewohnten Gebieten der Erde entdeckt werden. Von diesen wurden 1000 als spektakuläre Meteoriteneinschläge beobachtet. Insgesamt gibt es ca. 50000 gefundene Meteoritenbruchstücke. Die meisten Meteoritenfragmente wurden in den letzten 40 Jahren bei Expeditionen in der Antarktis und Wüsten (Sahara, Arabische Wüste, Australische Wüste) entdeckt. Bedingt durch das entsprechende kalte und trockene Klima in den Gebieten, wird wie Verwitterung verlangsamt.
Aktuell ist hier besonders der Almahata Sitta Meteorit zu erwähnen, da diese Fragmente des ersten Asteroiden mit der Bezeichnung 2008 TC3 sind, für den eine Kollision mit der Erde vorausberechnet wurde und dieser am 7. Oktober 2008 in der Nubischen Wüste eingeschlagen ist. Ebenfalls sehr selten und rar sind die Mars- und Mondmeteoriten. Sie stellen eine ganz besondere Meteoritenart dar.

Was ist der Unterschied zwischen Asteroid, Komet, Meteoroid, Meteorit, Feuerkugel, Meteor und Sternschnuppe?

Asteroiden sind felsige und metallische Kleinplaneten oder Planetoiden und bewegen sich in keplerschen Umlaufbahnen um die Sonne. Sie können eine Größe von wenigen Zentimetern bis hin zu einigen Tausend Kilometern besitzen. Sie sind sozusagen die Hinterlassenschaften nach der Entstehung unseres Sonnensystems und sind daher mitunter die älteste Urmaterie im Weltall.

Kometen bestehen im Gegensatz zu den meist massiven Asteroiden aus gefrorenem Wasser, Gasen, Staub und Felsbrocken. Ihrem Aussehen nach könnte man sie auch mit schmutzigen und unreinen Schneebällen vergleichen. Sie entstanden mit unserem Sonnensystem und umkreisen in der Oort’sche Wolke (Zirkumsolare Kometenwolke) die Sonne. Durch gravitative Kräfte mit anderen Sternen oder Planeten können diese Kometen aus Ihrer ursprünglichen Bahn gerissen werden. Wenn dieser Komet sich dann der Sonne nähert, kommt es zu einem Phasenübergang des Gases vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand (Ausgasen), wobei auch auch festere Bestandteile freigesetzt werden können. Diese nun entstehende Gashülle, welche dann den Komet umgibt, wird als Koma bezeichnet.

Als Meteoroid bezeichnet man den kosmischen und ursprünglichen Körper eines Meteoriten, welcher in die Erdatmosphäre eindringt.

Ein Meteorit dagegen ist ein interplanetarer Körper, welcher eine ausreichende Masse besitzt um die Erdatmosphäre zu durchqueren und den Erdboden erreicht. Erst wenn dieser Ursprungskörper den Erdboden erreicht hat, wird dieser als Meteorit bezeichnet. Zuvor bezeichnet man diesen Ursprungskörper als Meteoroid.

Eine Feuerkugel, auch Bolide genannt, ist ein seltene Erscheinung mit einer solchen Leuchtkraft, dass sie sogar die Nacht zum Tage machen kann und sogar am helllichten Tag zu sehen ist. Diese wird durch einen Meteoroid verursacht, welcher nur wenige Gramm an Gewicht besitzen kann. Die helle Leuchterscheinung wird von einem langen, hellen Schweif sowie von einem Zischen, Knattern und Donnern begleitet. Mit viel Glück sieht der Beobachter dieses spektakulären "Himmelsboten" sogar noch Verursacherkörper, welcher als Meteorit auf die Erde einschlägt.

Wird von einem Meteor gesprochen, so wird im allgemeinen die helle Leuchterscheinung einer Sternschnuppe gemeint. Die Begriffe Meteor und Sternschnuppe werden in der Literatur oft gleichgesetzt. Man unterscheidet zwischen teleskopischen Meteoren und Mikrometeore. Teleskopische Meteore besitzen eine Größe von nur 0,1 bis 1 Millimeter und einer Masse von einigen Tausendstel bis etwa zwei Milligramm. Diese Meteore können nur mit optischen Hilfsmittel gesehen werden. Mikrometeore besitzen eine noch kleinere Größe und Masse als teleskopische Meteore.

Als echte Sternschnuppe wird die glühende Leuchterscheinung des kosmischen Ursprungskörpers am Himmel bezeichnet. Besitzt dieser Ursprungskörper nur eine geringe Größe, dann verglüht er als Sternschnuppe in der Erdatmosphäre. Dabei hat die Sternschnuppe eine Geschwindigkeit von 11 und 72 km/s, was in etwa 40.000 bis 260.000 km/h entspricht. Durch das Abbremsen und Wechselwirken mit Luftmolekülen in der Erdatmosphäre schmilzt und verdampft die Oberfläche des Meteoroid vollständig. Sternschnuppen, welche gerade noch mit dem Auge zu erkennen ist, verglüht in ca. 90 bis 100 km Höhe. Größere Sternschnuppen verglühen in ca. 20 bis 50 km Höhe. Besitzt der Ursprungskörper dagegen eine ausreichend große Masse, erreicht er nach dem Durchqueren der Erdatmosphäre als Meteorit den Erdboden. Eine verglühende Sternschnuppe ist meist nicht größer als ein Stecknadelkopf. Eine größere Masse des Ursprungskörpers geht als sogenannte Feuerkugel (Bolide) auf die Erde nieder, was letztendlich als Meteorit bezeichnet wird. Eine Feuerkugel wird von einem hellen Leuchten und Fallgeräuschen wie z.B. einem zischen, knattern bzw. donnern begleitet. Trotz aller echten Daten und Fakten dienen Sternschnuppen seit Menschengedenken als Glückbringer. Die echten Boten für Glück, Wünsche und Hoffungen haben die Menschen schon seit jeher fasziniert. Ein jedes Kind weiß, dass man sich bei der Leuchterscheinung am Nachthimmel etwas wünschen darf.

Zusammengefasst kann jedoch gesagt werden, dass eine Feuerkugel (Bolide) und ein Meteor bzw Sternschnuppe durch ein und dasselbe Ereignis ausgelöst werden, jedoch jede Erscheinung für sich eine unterschiedliche Intensität in ihrer Leuchtkraft besitzt. Mit einer ausreichenden Ursprungsmasse können einige von ihnen als Meteoroid die Erdatmosphäre durchqueren und schließlich als Meteorit auf dem Erdboden landen.

Welche Arten von Meteoriten gibt es?

Es werden folgende Arten von Meteoriten unterschieden:

  • Eisenmeteoriten: Bestehen hauptsächlich aus Nickel-Eisen (NiFe).
  • Steinmeteoriten: Bestehen hauptsächlich aus Silikatmineralien und wenig Nickel-Eisen (NiFe).
  • Stein-Eisen-Meteoriten: Fast die gleichen Anteile an Silikatmineralien und Nickel-Eisen (NiFe), also eine Mischung aus Eisenmeteoriten und Steinmeteoriten.

Was bedeutet das Wort Meteorit?

Das Wort Meteorit besitzt seinen Ursprung aus der Griechischen Sprache von dem Wort μετέωρος metéōros und bedeutet soviel wie "emporgehoben", "in der Luft befindlich".

Wie wird ein Meteorit noch genannt?

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Wort Meteorstein genutzt. In alten Schriften wird auch von "Aerolith" (= "Luftstein"), "Uranolith" (= "Himmelstein"), "Mondstein", "Donnerstein" oder "Baethylie" (= "besselter Stein") gesprochen.