Die Aufprallwirkung eines Meteoriten kann ganz unterschiedlich ausfallen. Hierzu muss man wissen, dass Meteoriten die Sonne mit einer Geschwindigkeit von ca. 42 km/s umkreisen. Noch dazu befinden sie sich auf der Höhe der Erdumlaufbahn. Die Erde umkreist die Sonne jedoch mit 30 km/s. Hierduch kann der Meteorit mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf die Lufthülle der Erde treffen. Diese relative Geschwindigkeit hängt davon ab, ob der Meteorit mit oder gegen die Erddrehung einfällt.

  • Mit Erddrehung: 42 km/s - 30 km/s = 12 km/s
  • Gegen Erddrehung: 42 km/s + 30 km/s = 72 km/s

Jedoch erreicht ein kleinerer Meteorite nicht mit den oben berechneten Geschwindigkeiten den Erdboden. Dieser wird durch die Lufthülle so stark abgebremst, dass er statt der kosmischen Geschwindigkeit nur noch durch die Einflüsse der irdischen Schwerkraft auf die Erde fällt. Der Fall des Meteoriten ist dann zu vergleichen, als würde man ihn von einem hohen Turm fallen lassen. Somit ist es einleuchtend, dass die Größe und Tiefe des Meteoritenkraters nur von der Masse des Meteoriten abhängig ist. Der Punkt, an dem der Meteorit seine kosmische Geschwindigkeit völlig verliert, wird als Hemmungspunkt bezeichnet. Dieser Hemmungspunkt kann eine solche Auswirkung auf den Meteoriten besitzen, dass dieser zerplatzen kann, wie im Beispiel des am 6. April 2002 gefallenen Neuschwanstein Meteoriten. An diesem Punkt endet auch die Licht- und Schallerscheinung.
So ist auch ersichtlich, warum ein Brocken von zwei bis drei Kilogramm an Masse lediglich ein Einschlagsloch mit einer Tiefe von nur 20 bis 30 cm erzeugt. Beträgt die Masse ca. eine Tonne so beträgt die Tiefe ca. drei Meter. An diesen Beispielen ist gut zu erkennen, dass der Meteorit wahrlich nicht mehr mit kosmischer Geschwindigkeit auf die Erde einschlägt. Ein Meteorit mit 100 kg Masse, welcher mit 20 bzw. 40 m/s senkrecht auf die Lufthülle trifft, verliert in einer Höhe von 16 bzw. 13 km vom Erdboden entfernt, seine kosmische Geschwindigkeit. Meteoriten schlagen letztendlich mit einer Restgeschwindigkeit von 150 bis 210 m/s auf den Erdboden ein.
Für größere Brocken sieht das jedoch etwas anders aus. Rein rechnerisch liegt der tiefste Hemmungspunkt, also am Erdboden, schon bei einem 10 Tonnen schweren kosmischen Brocken, wenn dieser mit 40 km/s senkrecht auf die Lufthülle trifft. Bei einen 100 Tonnen schweren Meteoriten, kann der Luftwiderstand seine Geschwindigkeit immerhin noch halbieren. Mit 1000 Tonnen rast dieser jedoch schon mit 30 km/s auf die Erde zu. Größeren Meteoriten mit mehreren zehntausend Tonnen hat unsere Lufthülle nichts mehr entgegen zu setzen. Ein Einschlag dieser Dimension hätte verheerende Folgen für unsere Erde.